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    Neurologie

    Migräne – Ursachen, Symptome & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden, oft einseitigen Kopfschmerzattacken. Begleitsymptome wie Übelkeit und Lichtempfindlichkeit beeinträchtigen den Alltag erheblich.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Neurologie

    Häufigkeit

    Ca. 10–15 % der Bevölkerung

    ICD-10

    G43

    Geschlecht

    Frauen 3× häufiger betroffen

    Behandelbar

    Ja, Akut- und Prophylaxetherapie

    Attackendauer

    4–72 Stunden

    Was ist Migräne?

    Migräne ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung mit wiederkehrenden Attacken mäßiger bis starker Intensität.

    Typische Attacke

    Einseitige, pulsierende Kopfschmerzen, die 4–72 Stunden anhalten können. Verstärkt durch körperliche Aktivität.

    Begleitsymptome

    Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit sind typische Begleiterscheinungen.

    Aura

    Etwa ein Drittel der Migränepatienten erleben eine Aura: visuelle Störungen (Zickzacklinien, Flimmern), Kribbeln oder Sprachstörungen vor der Kopfschmerzphase.

    Behandlung

    Die Migränetherapie umfasst Akutbehandlung und Prophylaxe. Der Arzt erstellt einen individuellen Therapieplan.

    Akuttherapie

    Analgetika (Ibuprofen, ASS, Paracetamol) bei leichten Attacken. Triptane (z.B. Sumatriptan) bei mittelschweren bis schweren Attacken. Frühzeitige Einnahme verbessert die Wirkung.

    Prophylaxe

    Bei häufigen Attacken (≥3/Monat) kann eine medikamentöse Prophylaxe sinnvoll sein: Betablocker, Topiramat, Amitriptylin oder CGRP-Antikörper.

    Nicht-medikamentöse Ansätze

    Ausdauersport, Entspannungsverfahren, Biofeedback und Verhaltenstherapie können die Migränehäufigkeit reduzieren.

    Wann zum Arzt?

    • Erstmalige schwere Kopfschmerzen oder Veränderung des gewohnten Kopfschmerzmusters sollten ärztlich abgeklärt werden.
    • Häufige Einnahme von Akutmedikamenten (>10 Tage/Monat) kann Medikamentenübergebrauchskopfschmerz verursachen.
    • Migräne mit Aura erhöht das Schlaganfallrisiko – insbesondere in Kombination mit Rauchen und oralen Kontrazeptiva.
    • Bei Migräne mit neurologischen Ausfällen oder ungewöhnlich langer Aura sofort Notarzt rufen.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 17.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.