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    Gastroenterologie

    Sodbrennen & Reflux – Ursachen, Behandlung & Prävention

    Medizinisch geprüft

    Sodbrennen ist ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, verursacht durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Es ist eines der häufigsten gastroenterologischen Symptome.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Gastroenterologie

    Häufigkeit

    Ca. 20 % regelmäßig betroffen

    ICD-10

    K21 (GERD)

    Hauptursache

    Insuffizienter Ösophagussphinkter

    Behandelbar

    Ja, gut behandelbar

    Komplikation

    Barrett-Ösophagus (selten)

    Was ist Sodbrennen?

    Sodbrennen (Pyrosis) entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt (Reflux). Die Speiseröhre ist nicht für Säurekontakt ausgelegt, was zu einem brennenden Schmerz hinter dem Brustbein führt.

    Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

    Wenn Sodbrennen regelmäßig auftritt und die Lebensqualität beeinträchtigt, spricht man von GERD. Die Diagnose setzt eine ärztliche Beurteilung voraus.

    Häufigkeit

    Gelegentliches Sodbrennen ist sehr häufig. GERD betrifft schätzungsweise 10–20 % der Bevölkerung in westlichen Ländern.

    Komplikationen

    Chronischer Reflux kann zu Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung), Verengungen und in seltenen Fällen zu Barrett-Ösophagus (Gewebeveränderung) führen.

    Behandlung

    Die Behandlung reicht von Lebensstilmaßnahmen bis zur medikamentösen Therapie.

    Lebensstilanpassungen

    Erste Maßnahme: Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Oberkörperhochlagerung beim Schlafen, Vermeidung von Trigger-Lebensmitteln, nicht spät abends essen.

    Antazida

    Rezeptfreie Säureneutralisierer für gelegentliches Sodbrennen. Schnelle, aber kurzfristige Linderung.

    Protonenpumpenhemmer (PPI)

    Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol – reduzieren die Magensäureproduktion effektiv. Für regelmäßigen Reflux. Der Arzt entscheidet über die Dauer der Therapie.

    Wann zum Arzt?

    • Chronisches Sodbrennen (>2×/Woche über mehrere Wochen) sollte ärztlich abgeklärt werden.
    • Sodbrennen mit Schluckbeschwerden, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl erfordert dringende Abklärung.
    • PPI nicht dauerhaft ohne ärztliche Kontrolle einnehmen – mögliche Langzeitnebenwirkungen.
    • Brustschmerzen können auch kardial bedingt sein – im Zweifelsfall Notarzt rufen.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.