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    Dermatologie

    Haarausfall – Ursachen, Formen & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Haarausfall (Alopezie) hat viele Formen und Ursachen. Von erblich bedingtem Haarausfall über diffusen Haarverlust bis hin zu kreisrundem Haarausfall – eine genaue Diagnose ist die Grundlage jeder erfolgreichen Behandlung.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Dermatologie / Trichologie

    Häufigkeit

    Ca. 80 % der Männer, 40 % der Frauen

    ICD-10

    L63–L66

    Häufigste Form

    Androgenetische Alopezie

    Behandelbar

    Ja, je nach Ursache

    Normaler Verlust

    50–100 Haare/Tag

    Formen des Haarausfalls

    Es gibt verschiedene Formen des Haarausfalls mit unterschiedlichen Ursachen und Verläufen.

    Androgenetische Alopezie

    Erblich bedingter Haarausfall – die häufigste Form. Bei Männern: Geheimratsecken und lichter Oberkopf. Bei Frauen: diffuse Ausdünnung im Scheitelbereich.

    Diffuser Haarausfall (Telogeneffluvium)

    Gleichmäßige Ausdünnung ohne kahle Stellen. Häufig durch Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder Medikamente verursacht. Oft reversibel.

    Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

    Runde, scharf begrenzte kahle Stellen. Autoimmunerkrankung, die in jedem Alter auftreten kann. Spontanheilung möglich, Rückfälle häufig.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Die Therapie richtet sich nach der Ursache und Form des Haarausfalls. Der Arzt entscheidet über die geeignete Behandlung.

    Minoxidil (rezeptfrei)

    Topisch angewendeter Wirkstoff, der die Durchblutung fördert. Für Männer und Frauen geeignet.

    Finasterid (verschreibungspflichtig)

    Hemmt die DHT-Bildung. Für Männer mit androgenetischer Alopezie zugelassen. Der Arzt entscheidet über die Verordnung.

    Weitere Optionen

    PRP-Therapie, Kortikosteroide bei Alopecia areata, Haartransplantation bei fortgeschrittenem Verlust.

    Wann zum Arzt?

    • Plötzlicher, starker Haarausfall sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
    • Haarausfall kann Symptom einer Grunderkrankung sein (Schilddrüse, Eisenmangel, Autoimmunerkrankung).
    • Finasterid darf nicht von Frauen oder Kindern eingenommen werden.
    • Bei psychischer Belastung durch Haarausfall professionelle Hilfe suchen.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.