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    HNO-Heilkunde

    Tinnitus – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Tinnitus bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen ohne äußere Schallquelle. Etwa 10–15 % der Bevölkerung sind betroffen. Ein akuter Tinnitus sollte zeitnah ärztlich abgeklärt werden, um die Chance auf eine Rückbildung zu erhöhen.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    HNO-Heilkunde / Audiologie

    Häufigkeit

    Ca. 10–15 % der Erwachsenen

    ICD-10

    H93.1

    Häufigste Ursache

    Lärm- und Hörschäden

    Behandelbar

    Oft gut therapierbar

    Erstdiagnostik

    HNO-Arzt

    Was ist Tinnitus?

    Tinnitus ist die subjektive Wahrnehmung von Geräuschen im Ohr oder Kopf, die keine äußere Schallquelle haben. Man unterscheidet akuten (unter 3 Monate) und chronischen Tinnitus.

    Subjektiver Tinnitus

    Nur der Betroffene hört das Geräusch. Betrifft über 99 % der Fälle. Ursache liegt meist im Innenohr oder der Hörverarbeitung im Gehirn.

    Objektiver Tinnitus

    Sehr selten. Das Geräusch hat eine körperliche Quelle (z.B. Gefäßmissbildung) und kann vom Arzt mit dem Stethoskop gehört werden.

    Kompensierter vs. dekompensierter Tinnitus

    Kompensiert: Der Patient kann mit dem Geräusch leben. Dekompensiert: Erheblicher Leidensdruck mit Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen oder psychischer Belastung.

    Ursachen im Überblick

    Die Ursachen sind vielfältig. Häufig liegt eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr zugrunde.

    Lärm- und Hörschäden

    Chronische Lärmbelastung oder ein akutes Lärmtrauma (z.B. Knalltrauma) können die empfindlichen Haarzellen im Innenohr schädigen.

    Hörsturz

    Ein plötzlicher Hörverlust kann von Tinnitus begleitet sein. Eine schnelle ärztliche Behandlung ist wichtig.

    Stress & psychische Belastung

    Stress kann Tinnitus auslösen oder bestehenden Tinnitus verstärken. Die genauen Mechanismen werden noch erforscht.

    Wann zum Arzt?

    • Ein plötzlich auftretender Tinnitus sollte innerhalb weniger Tage ärztlich abgeklärt werden – frühe Behandlung verbessert die Prognose.
    • Tinnitus mit plötzlichem Hörverlust ist ein HNO-Notfall – suchen Sie umgehend einen HNO-Arzt auf.
    • Schützen Sie Ihr Gehör: Vermeiden Sie laute Geräusche und tragen Sie bei Bedarf Gehörschutz.
    • Vertrauen Sie keinen ungeprüften Heilversprechen – es gibt keine sichere Methode, die Tinnitus bei jedem Betroffenen heilt.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 16.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

    Weiterführende Seiten

    Ärztliche Beratung

    Lassen Sie sich individuell beraten. Unsere Ärzte helfen Ihnen, die passende Behandlung für Tinnitus zu finden.

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    Medizinischer Hinweis

    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.