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    Innere Medizin

    Eisenmangel (Sideropenie) – Ursachen, Diagnose & Therapie

    Medizinisch geprüft

    Eisenmangel ist der weltweit häufigste Nährstoffmangel und kann zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Anämie führen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie können die Beschwerden deutlich verbessern.

    Steckbrief

    Fachgebiet

    Innere Medizin / Hämatologie

    Häufigkeit

    Ca. 5–10 % der Bevölkerung

    ICD-10

    E61.1

    Risikogruppen

    Frauen, Schwangere, Vegetarier

    Behandelbar

    Ja, gut therapierbar

    Erstdiagnostik

    Hausarzt (Blutbild)

    Was ist Eisenmangel?

    Eisenmangel liegt vor, wenn die Eisenspeicher des Körpers erschöpft sind. Eisen ist essenziell für die Blutbildung und den Sauerstofftransport. Unbehandelt kann Eisenmangel zur Eisenmangelanämie (Blutarmut) führen.

    Latenter Eisenmangel

    Die Eisenspeicher sind vermindert, aber die Blutbildung funktioniert noch normal. Beschwerden können trotzdem bestehen.

    Eisenmangelanämie

    Bei fortgeschrittenem Mangel sinkt der Hämoglobinwert: Müdigkeit, Blässe und Leistungsabfall nehmen zu.

    Risikogruppen

    Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere, Kinder, Vegetarier und Veganer sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen.

    Behandlungsmöglichkeiten

    Die Therapie zielt auf den Ausgleich des Eisenmangels und die Behandlung der Ursache. Der Arzt entscheidet über Art und Dauer.

    Orale Eisenpräparate

    Eisentabletten oder -säfte als Standardtherapie. Einnahme nüchtern mit Vitamin C zur besseren Aufnahme. Therapie über mehrere Monate.

    Intravenöse Eisengabe

    Bei Unverträglichkeit oraler Präparate oder schwerem Mangel kann Eisen als Infusion verabreicht werden.

    Ursachenbehandlung

    Die Ursache des Eisenmangels (z.B. starke Menstruation, Blutungsquelle im Magen-Darm-Trakt) muss identifiziert und behandelt werden.

    Wann zum Arzt?

    • Eisenmangel kann Symptom einer ernsteren Erkrankung sein – die Ursache muss ärztlich abgeklärt werden.
    • Nehmen Sie Eisenpräparate nur nach ärztlicher Empfehlung ein. Eine Überdosierung kann schädlich sein.
    • Bei Männern und postmenopausalen Frauen mit Eisenmangel muss eine Blutungsquelle im Magen-Darm-Trakt ausgeschlossen werden.
    • Eisenpräparate können Magen-Darm-Beschwerden verursachen – besprechen Sie Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt.
    Medizinisch geprüft

    Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 17.5.2026

    Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

    Häufig gestellte Fragen

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    Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.