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    🏥 Versicherung

    Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

    Pflichtversicherung für den Großteil der Bevölkerung.

    Ausführliche Erklärung

    Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist eine Pflichtversicherung für Arbeitnehmer unter der Versicherungspflichtgrenze (2024: 69.300 Euro Jahresbruttoeinkommen) und andere Personengruppen wie Rentner, Studierende und Arbeitslose. Sie wird durch einkommensabhängige Beiträge finanziert, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen. Etwa 90% der deutschen Bevölkerung – rund 73 Millionen Menschen – sind gesetzlich versichert. Das Solidarprinzip bedeutet: Jeder zahlt nach seinen finanziellen Möglichkeiten ein und erhält Leistungen nach medizinischem Bedarf. Telemedizinische Leistungen wie Videosprechstunden werden seit 2017 von der GKV übernommen. Die Erstattung erfolgt nach den gleichen Regeln wie bei Präsenzbehandlungen. Allerdings gibt es telemedizinische Angebote, die als Selbstzahlerleistungen gelten – etwa Online-Konsultationen bei privaten Telemedizin-Anbietern, die keinen Kassenvertrag haben. In diesen Fällen zahlt der Patient die Konsultationsgebühr selbst, die verordneten Medikamente werden jedoch regulär über die GKV erstattet (abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung). Für medizinisches Cannabis übernimmt die GKV seit 2017 unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten: wenn eine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, keine Therapiealternative besteht und eine Aussicht auf Besserung gegeben ist.

    Relevanz für Patienten

    Der Versicherungsbegriff Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist für Patienten relevant, die ihre Gesundheitskosten verstehen und optimieren möchten.

    Die Beratung bei Docto24 ist eine Selbstzahlerleistung. Verschriebene Medikamente werden regulär von der Krankenkasse erstattet.

    Quellen

    • Sozialgesetzbuch V (SGB V)

    Verwandte Begriffe

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